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Wann muß ein Segler Leistungsbereit sein?


Dr. Albin Mohar
Trainer des bayerischen Seglerverbandes

Die einzelnen Segler unterscheiden sich hinsichtlich der Diskrepanz, die sich zwischen ihrer Leistung in kleinen Regatten oder im Training und ihrer realen Leistung in internationalen Regatten ergibt. Hier kann man im Prinzip drei Gruppen bilden.

1). Leistung in kleinen und internationalen Regatten.
Interessant ist, dass nach praktischen Erfahrungen gerade die Segler, welche die größten Erfolge in internationalen Regatten haben, nie ganz gute Leistungen in "Wochenend - Regatten" erzielen, und gegen viel "schwächere Gegner" Mühe bekunden. Es ist bekannt, dass viele in kleine Regatten schlecht segelnde Segler in internationalen Wettkämpfen weit über sich hinauswachsen. Die richtige Mobilisation ihrer psychischen und psychomotorischen Kräfte lässt sie im bedeutenden Wettkampf das optimale Niveau ihres aktuellen pschychischen Zustandes erreichen, wodurch ihre Leistungsfähigkeit sich voll durchsetzen kann.
Unter den Olympiasiegern sind sicher auch solche, die sowohl in großen als auch in kleinen Regatten gute Leistungsbereitschaft zeigen, sicher aber keine, die in kleinen Regatten gut, in großen aber schlecht segeln.
Die Segler, die sehr gute internationale Wettkampfleistungen im Vergleich mit anderen Regatten zeigen, verfügen über eine relativ große Leistungsreserve, die sie erst unter Wettkampfbedingungen voll ausschöpfen. Die internationalen Regatten mit ihren außergewöhnlichen Situationen ermöglichen diesen Seglern auch außergewöhnliche Leistungen.

Gliederung der Leistungsfähigkeit in Bereiche (nach Steinbach)
Viele Segler fragen sich aber immer wieder und wieder, warum sie in internationalen Regatten nicht die erwartete Leistung erbringen. Sehr oft liegen die Ursachen in pschychischen Faktoren. Erstens verfügt jeder Segler über individuell verschieden große Leistungsreserven (autonom geschützte Reserven) und zweitens nützt nicht jeder - sogar nur sehr wenige - Segler diese Leistungsreserven richtig und voll aus. Es hat sich gezeigt, dass erst ein außergewöhnlicher Anlass - die Bedrohung in der Stresssituation, aber auch Freude, Wut und Angst - die Ermüdungsschwelle in die Mobilisationsschwelle umzuwandeln vermag. Auf der anderen Seite aber können dieselben Faktoren (und noch einige andere) den Segler negativ belasten und seine Leistung in internationalen Regatten im Vergleich mit der Leistung in "kleinen" Regatten verschlechtern.

Umsetzung von Trainings- in Wettkampf- Leistungen
Wenn man annimmt, dass sich die physischen und situativen Faktoren in internationalen Regatten im Vergleich zu kleinen Regatten praktisch nicht ändern, muss man die möglichen Ursachen des Leistungsabfalls vorwiegend im Bereich psychischer Funktionen suchen.
Wie wichtig und wie relativ neu diese Feststellung für die Sportpraxis ist, zeigen die Erfahrungen bei der psychologischen Betreuung von Hochleistungssportlern (Kemmler 1973). Vor Beginn der psychoregulativen Betreuung werden die Störfaktoren von der überwiegenden Mehrzahl von Sportlern in äußeren Faktoren gesehen und gesucht wie Wetter, Ausrüstung, Strömung oder in individuellen physischen und technischen Faktoren wie Kondition, Kraft, Technik. Psychische Faktoren wurden von keinem Sportler genannt.
Um die möglichen Ursachen des scheinbar rätselhaften Leistungsabfalls in bedeutenden Regatten festzustellen, muss man also zuerst aufzeigen, wo die Unterschiede zwischen kleinen und internationalen Regatten liegen. Sicher liegt der größte Unterschied in der Wettkampfatmosphäre, die man in kleineren Regatten oder im Training nur unsystematisch und ungenügend simulieren bzw. modellieren kann, die jedoch in internationalen Regatten eine enorme Belastung für den Segler darstellt.
Diese Belastung wirkt sich in Form von Nervosität, Erregung, Hemmungen und Angst negativ auf die psychische Verfassung aus. In solchen Fällen lässt dann die Präzision und Koordination von Reaktionen deutlich nach. Beim Segeln, wo die Bewegungsabläufe relativ kompliziert sind und der Segler sich ständig verschiedenen Situationen auf dem Wasser anpassen muss, ist dies von größter Bedeutung.
Nur wenige Trainer und Segler befassen sich mit diesem Problem, obwohl sie gerade hier oft die Antwort auf die Frage finden könnten, warum in wichtigen Regatten die saubere Bootsführung und taktische Fertigkeiten verloren gehen oder, besser gesagt, warum die Leistungsfähigkeit deutlich absinkt. Um die Umsetzung der Trainingsleistung in Wettkampfleistung optimal zu beeinflussen, sind folgende Forderungen zu erfüllen (Kemmler 1973):
A.die notwendigen psychischen Fähigkeiten trainieren.
B.die auftretenden möglichen Wettkampfbedingungen so realistisch als möglich schon im Training zu simulieren.
Auf dieses Problem soll später eingegangen werden. Uns interessieren jetzt vor allem die verschiedenen Phasen und Situationen in der Tätigkeit eines Seglers, welche eine optimale Leistungsbereitschaft von ihm verlangen, in denen er also leistungsbereit sein muss, oder die seine Wettkampfleistung direkt beeinflussen. Selbstverständlich muss ein Segler praktisch während der ganzen Regatta leistungsbereit sein, es gibt aber doch einige "lebenswichtige" Situationen, die von ihm eine spezifisch ausgeprägte Leistungsbereitschaft verlangen. Im Prinzip können wir solche Phasen und Situationen zeitlich wie folgt unterteilen: vor der Regatta, während und nach der Regatta.

1. Vor der Regatta

Über Sieg und Niederlage entscheiden viele Umstände, davon einige, die schon lange vor der Regatta eintreten, z.B. die ganze Umgebung des Seglers, seine Lebensweise, seine Familien, das Privatleben, sein Beruf, die angeborenen Persönlichkeitsfaktoren, die sozialen Verhältnisse usw. Ferner zählt man die allgemeine langfristige Vorbereitungsphase in Konditions-, Technik- und Taktiktraining dazu.
Die Situationen, die konkret die Leistungsbereitschaft eines Seglers in Regatten beeinflussen, treten unmittelbar vor der Regatta ein. Hier interessiert man sich vor allem für die Vorstartzustände, für das Anspruchsniveau und die Frustration.

Vorstartzustände:

Jeder Segler ist vor der Regatta psychisch "gespannt". Eine solche psychische Spannung ist am intensivsten in den letzten Stunden und Minuten vor dem Start und bedeutet den Höhepunkt der internen Prozesse des Organismus, der auf die sportliche Topleistung umschaltet.
Diese Stimmung, bekannt als Vorstartzustand, ist ein normales und nötiges Phänomen, das man bei allen, auch bei international erfahrenen Seglern wie W. Mankin, J. Albrechtson, L. North usw. beobachten kann. Es ist aber nicht bei allen Seglern gleich intensiv, weil es abhängig ist von der Adaptabilität und dem psychischen Widerstand des Seglers und in verschiedenen Niveaus der Aktivität resultiert (Safarik 1974). Man unterscheidet im Prinzip zwischen OPTIMALEM AKTIVATIONSNIVEAU , notwendige Voraussetzung für eine Top - Leistung (richtige Schlagfertigkeit, Siegeswillen, Selbstvertrauen) und ERHÖHTEM AKTIVATIONSVIVEAU (ungesundes "Lampenfieber") sowie zwischen REIFEM AKTIVATIONSNIVEAU; WENN DER Segler ganz apathisch ist. Einige Autoren unterscheiden zwischen fünf verschiedenen Ebenen des Aktivationsniveaus.
Übermäßig gesteigerte Aktivation Zerstörte Leistung (Dyskoordination übermäßig starke Spannung, starke Erregbarkeit)
Gesteigerte Aktivation Optimale Leistung (Psychischer. Spannungsstand leichte Erregbarkeit)
Durchschnittliche Ruhe-Aktivation Durchschnittliche Leistung (ohne negative Begleiterscheinungen) Gedämpfte Aktivation Niedrige Leistung (Passivität)
Übermäßig gedämpfte Aktivation Inaktivität, Schlaf.

Optimaler Vorstartzustand ist Ausdruck erhöhter Leistungsbereitschaft und Vorbedingung überdurchschnittlicher Leistungen. Die Aufgabe ist, ihn rechtzeitig in optimalem Niveau zu erlangen und über den notwendigen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Optimales Aktivationsniveau ist kein normales, durchschnittliches Niveau. Dieses Optimum erreicht man nur, wenn man den Vorstartzustand beim Segler richtig reguliert.
Optimale Aktivation ist nicht bei allen Seglern gleich, einer muss stark gespannt werden, um die beste Leistung zu zeigen, der andere braucht wieder mehr Beruhigung, und ist auch von der Sportart abhängig, die er betreibt. Ein Segler, der unter Umständen 3 - 4 Stunden auf der Regattabahn verbringen muss, braucht am Anfang nicht unbedingt in so einem dynamisch - explosiven Zustand wie ein Sprinter zu sein, der nach 10 - 11 Sekunden alles hinter sich hat.
Der Segler mit Lampenfieber ist nervös. Er beherrscht sich schlecht, die Muskeln sind verkrampft, die Bewegungen unsicher und nicht elastisch, die Stimme verfärbt sich im Ton, der Segler denkt langsamer, ist ängstlich, unkritisch usw. Im körperlichen Bereich beobachtet man bei ihm Pulsbeschleunigungen, Blutdruckerhöhungen, Röte im Gesicht u.a. Vegetativ plagt ihn Harndrang, gelegentlich Durchfall, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Die Apathie hingegen schlägt sich in einer allgemeinen psychischen und physischen Schwäche, Depression, Gleichgültigkeit und Unlust zu irgendeiner Tätigkeit nieder.
Lampenfieber und Apathie als negative Vorstartzustände können auch bei solchen Seglern auftreten, die als vegetativ stabile Menschen normalerweise vor der Regatta ein optimales Aktivations - Niveau zeigen, dies als Folge verschiedener Probleme und Schwierigkeiten, die oft mit der Segel - Regatta - Tätigkeit nichts zu haben, z.B. Familienverhältnisse, Probleme in der Liebe oder mit Freunden, Misserfolge im Beruf oder in der Schule. Sie können aber auch mit den Seglern zusammenhängen. Hier sind es meistens Missverständnisse mit dem Trainer, mit den Kameraden, Funktionären, unerwartete Niederlagen, schlechte und ungenügende Vorbereitung usw.
In Zusammenhang mit schlechteren Leistungen, sportlichem Formniveau und schlechten Regatta - Resultaten müssen die Aspekte Anspruchsniveau. Frustration u.a. beobachtet werden.
Anspruchsniveau, Frustration:
Das Anspruchsniveau ist die persönliche Meinung, die der Segler vor der Regatta über seine eigene, kommende Leistung offen bekundet, d.h. was er glaubt in der Regatta erreichen zu können. Die Höhe des Anspruchniveaus ist von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. von den letzten Resultaten, momentaner Form, von der Stärke des Gegners, vom Alter, von praktischen Erfahrungen, persönlichen Eigenschaften usw. Man sollte auch nicht vergessen, dass der Segler unmittelbar vor der Regatta seine Chancen oft zu unrealistisch einschätzt - der eine zu hoch, der andere zu tief, je nach Resultat der psychischen Prozesse, die in dieser zeit schon im Gange sind. Auch hier kann man also zwischen einem optimalen, erhöhtem und tiefen Niveau unterscheiden.
Wenn der Segler durch seine Leistung das vorausgesagte Anspruchsniveau erreicht oder sogar übertrifft, hat dies normalerweise einen positiven Einfluss auf seinen Vorstartzustand und seine Leistung in der nächsten Regatta. Dies kann sehr wichtig sein, denn in internationalen Regatten (Kieler Woche, EM,WM usw.) absolviert er Segler mehrere Regatten kurz oder unmittelbar nacheinander.
Wenn aber das Resultat oder die Leistung des Anspruchsniveaus nicht erreicht wird, betrachtet der Segler dies als Misserfolg. Die daraus resultierenden unangenehmen Gefühle wie schlechte Laune, Empfindlichkeit, Schweigsamkeit, Verlust des Selbstvertrauens, beeinflussen nicht nur das Anspruchsniveau, sondern auch die anschließende Leistung. Sie können auch die weitere Entwicklung des Seglers hemmen.
Wenn der Segler das Anspruchsniveau nicht erreicht, sprechen wir von der so genannten Frustration, also von einer Situation, bei der das Erreichen des Zieles nicht möglich war. Manche Segler leiden an der Frustration, weil sie das Anspruchsniveau oft zu hoch ansetzen. Wenn die Differenz zwischen Anspruchsniveau und realisierter Leistung bzw. dem Resultat nicht zu groß ist, muss die Frustration nicht unbedingt negative Wirkungen haben. Der Segler überwindet sie dann auch nach der Regatta relativ schnell. Erst ab einer gewissen Differenz, der sog. Frustrations- - Toleranz, kann man schädliche Einflüsse auf die zukünftige Leistung feststellen. Diese Differenz ist für jeden Segler individuell. Eine kleine Differenz sieht man bei den vegetativ labileren Seglern oder bei solchen, die nach wiederholten guten Resultaten ein zu hohes Anspruchsniveau aufgestellt haben. Solche Sportler betrachten denn auch jede Niederlage gegen gleich starke Gegner als eine "wahre Katastrophe". Eine höhere Frustrations- - Toleranz haben jene Sportler, die widerstandsfähig, kämpferisch und selbstkritisch sind. Sie vergessen einen Misserfolg sofort und denken positiv an die zukünftigen Regatten.
Das Anspruchsniveau bei den meisten Seglern in der BRD ist relativ tief. Die Segler überschätzen ihre ausländischen Gegner und unterschätzen ihre eigenen Möglichkeiten. Die Folge ist dann, dass die Segler in der Regatta zu "BRAV" und zu wenig "FRECH" sind.

2. Während der Regatta

Am Anfang einer Regatta, nach einigen Wenden oder spätestens nach der ersten Kreuz, lockert sich bei einigen, nicht aber bei allen Seglern, die psychische Spannung. Oft verschwindet auch der eventuell ungünstige Vorstartzustand und die Segler konzentrieren sich auf die sportliche Leistung. Im Vergleich zu anderen Sportarten dauert der Vorstartzustand beim Segeln relativ viel länger, oft über die ganze erste Kreuz. Das kumuliert natürlich seine Bedeutung, da gerade die ersten ´Kreuzschläge´ in der Regatta die wichtigsten sind und den Wettkampfverlauf wesentlich beeinflussen können.
Sehr oft kann man in der Praxis feststellen, dass man eine gute Position am leichtesten in der ersten Hälfte der ersten Kreuz erzielen kann, wenn die Gegner noch nicht voll leistungsbereit sind. Dies sollte jeder Segler ausnützen. Es gibt noch andere Situationen in einer Regatta, in denen der Segler extremen emotionellen Belastungen ausgesetzt ist und man seine Leistung als gelungen oder misslungen beurteilen kann. Solche Situationen nennt man im Allgemeinen Stress-Situationen ( auch Störungssituationen). Für die Zwecke dieser Studie unterscheidet man zwischen wichtigen, kritischen und Konflikt - Situationen.

a) Wichtige Situationen:

Wenn die Regatta nach Programm läuft, wenn also der Segler in Führung liegt, ist alles in Ordnung. Wenn er aber - vor allem unerwartet - in Rückstand gerät, kann er falsch reagieren.
Eine wichtige Situation kann auch vorkommen, wenn der Segler zusammen mit dem Trainer vor der Regatta einen taktischen Plan erstellt hat, und dieser Plan sich als falsch erweist. Ähnliche Störungen ergeben sich, wenn sich der Segler den Verlauf der regatta im Voraus allzu deutlich ausmalt (wenn er die Gegner beispielsweise unterschätzt). Er wird dann in der Praxis durch nicht erwartete Regattaverläufe (unerwartete Situationen) empfindlich gestört, vor allem wenn er zu den irritierbaren Typen gehört (Steinbach 1974).

b) Kritische Situationen:

Nicht jede Situation, Manöver, taktischer Entscheidung ist während der Regatta gleichwertig, sondern es gibt wichtigere und weniger wichtige. Wenn ein Segler beispielsweise in der zweiten Kreuz in Führung liegt, ist eine Wende für ihn nicht so lebenswichtig, als wenn er eine "Leewende" machen muss. Eine kritische Situation ist nach der ersten Tonne die Wahl, ob er Lee- oder Luv- Route fahren soll. Wenn er in der Regatta in Führung liegt, könnte bei vielen Seglern die sog. Angst vor dem Sieg auftreten. Auch die erste Schlagwahl nach dem Start kann man zu den kritischen Situationen zählen.
Solche kritische Situationen verlangen vom Segler eine sehr hohe Leistungsbereitschaft. Sie sollten einen psychisch gut vorbereiteten Segler nicht negativ beeinflussen, vorausgesetzt, dass er von solchen Situationen nicht überrascht wird und weiß, wie er gegebenenfalls zu reagieren hat.

c) Konflikt Situationen:

Viele Segler reagieren sehr negativ, ärgerlich und aufgeregt auf "falsche" Entscheidungen der Wettfahrtleitung oder auf ungünstige Winddrehungen. Das Resultat ist dann, dass sie während einiger Zeit nicht richtig bei der Sache sind. Sie denken nur an diese "Fehlentscheidung". Auch ungenügende Regelkenntnisse des Seglers können ihm "heiße" Augenblicke bereiten.
Bei solchen Situationen sollte bei einem psychisch widerstandsfähigen Segler die Leistungsbereitschaft nicht sinken.
Auch Wettkampfbedingungen können zu Konflikt-Situationen in der Regatta führen, da sie der Segler für misslungene Aktionen verantwortlich macht. Die Austragungsorte bilden bei vielen Seglern Vorurteile (wenig oder viel Wind, Wellen, Strömung usw.. Wenn ein Segler auf dem Thunersee zweimal schlecht segelt, glaubt er, dort einfach nicht siegen zu können. Ein anderer glaubt, dass er bei viel Wind und Wellen oder im leichten Wind im vorneherein im Nachteil sei, oder dass er gegen diesen oder jenen Gegner nicht gewinnen könne.

3. Nach der Regatta:

Der psychische Zustand des Seglers nach der regatta ist im Falle des Sieges vollkommene Freude (Sieg ist gleichzusetzen mit der Erreichung des gesetzten Zieles) über den Erfolg, oder im Falle einer Niederlage umso größere Enttäuschung über den Misserfolg.
Wie der Segler auf Sieg oder Niederlage psychisch reagiert, ist für die gerade beendete Regatta nicht mehr wichtig. Umso bedeutungsvoller ist die Reaktion jedoch für die nächste Regatta und für die unmittelbare sportliche Zukunft des Seglers.

Dr. Albin Molnar