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Edelstähle

Edelstahlbeschläge gehören zu den wichtigsten Bauteilen eines Bootes oder einer Yacht. Sie nehmen große Lasten auf und tragen zum makellosen Design eines Bootes bei.
Angefangen hat mit Einführung der ersten nichtrostenden Stähle die Firma Krupp im Jahre 1912, mit der "Versuchsreihe 2 Austenit" = V2A.
Wobei der Ausdruck "nichtrostend" falsch ist und "rostarm" bedeutet.
Reste dieser Bezeichnung kennt jeder unter V2A, V3A, V4A und V5A.
Die Beständigkeit des Stahls nimmt mit zunehmender Zahl zu.
V2 ist nicht rostend, aber nicht seewasserbeständig, V4 ist seewasserbeständig, aber nicht für alle Zwecke im Unterwasserbereich einsetzbar, usw. Die "A-Bezeichnungen" reichen für eine eindeutige Werkstoffbezeichnung also nicht aus.

In Deutschland entstanden zwei parallele Kennsysteme:
  • 1.) eine rein numerische, fünfstellige Bezeichnung (SEW) z.B. 1.4401
  • 2.) die DIN-Norm 17440 mit Kurznamen, aus denen sich die Zusammenstellung des Stahls ablesen läßt.
    z.B.:
    aus 1.4401 wird in der DIN 17440 der Name X 4 CrNiMo 17.12.2
    Die 4 bezeichnet den Kohlenstoffgehalt, die 17, 12 und die 2, die Legierungsanteile des Chroms (Cr), Nickels (Ni), Molybdäns (Mo).
Tabelle der gebräuchlichsten Stähle
Werkstoffnummer DeutschKurznameÄhnlich AISI (USA und GBKorrosionsbeständigkeitBemerkung
1.4005X12CrS134161Nicht seewasserbeständig
1.4006X10Cr134101Nicht seewasserbeständig
1.4016X6Cr174301Nicht seewasserbeständig
1.4301X5CrNi18103042Bedingt im Überwasserbereich einsetzbar
1.4310X10CrNi18-83022Bedingt im Überwasserbereich einsetzbar
1.4401X5CrNiMo17-12-2316/3173Geeignet für Einsatz im Unterwasserbereich
1.4462X2CrNiMoN22-5-3-4Sehr hohe Beständigkeit gegen alle Korrosionsarten
1.4541X6CrNiTi18-103212Nicht für Unterwasserbereich geeignet
1.4550X6CrNiNb18-103472Nicht für Unterwasserbereich geeignet
1.4571X6CrNiMoTi17-12-2316Ti3Geeignet für Einsatz im Unterwasserbereich